Glücklich mit schönen Rundungen

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  • Artikel: 29.10.2014

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„Ein paar Pfunde zu viel haben noch keinem geschadet.“ Was ist dran an diesem Satz? Viele Frauen sind mit ihrem Gewicht unzufrieden und quälen sich mit Diäten herum. Aber ist Übergewicht in jedem Fall ungesund? Oder kann es auch in Ordnung sein, etwas mehr weibliche Rundungen zu haben – Hauptsache, „frau“ fühlt sich wohl?

Übergewicht ist ein breiter Begriff – und nicht jede Form von Übergewicht ist automatisch gefährlich“, sagt Monika Bischoff vom Zentrum für Ernährungsmedizin und Prävention am Krankenhaus Barmherzige Brüder in München. So ist ein Body Mass Index (BMI) von 25 bis 30 – was der Definition für Übergewicht entspricht – aus gesundheitlicher Sicht nicht unbedingt bedenklich. Erst wenn der BMI über 30 liegt oder gesundheitliche Probleme auftreten, sollte man etwas gegen die überflüssigen Pfunde tun.

„Es ist also durchaus ok, etwas mehr auf den Rippen zu haben“, sagt Bischoff. „Und viele Frauen gehen damit auch positiv um: Sie empfinden sich mit ihren Rundungen als weiblich und sexy, fühlen sich selbstbewusst und haben dadurch eine sehr positive Ausstrahlung.“ Auch bei vielen Männern komme ein weiblich geformter Körper durchaus gut an.

Wichtig sei es für „kurvige“ Frauen, auf genügend Bewegung im Alltag zu achten, etwa die Treppe statt des Aufzugs zu nutzen und möglichst zwei bis drei Mal pro Woche Sport zu treiben. „Erstens fühlen sie sich auf diese Weise fitter, zweitens ist der Körper durch die Muskulatur schöner geformt. Beides trägt zum Selbstbewusstsein und einem guten Körpergefühl bei“, erläutert Bischoff.

Gepflegtes Aussehen kann den Wohlfühleffekt verstärken

Ein gepflegtes Äußeres hat einen ähnlichen Effekt. Haben mollige Frauen schöne Haut und gepflegte Haare, werden sie positiver wahrgenommen und fühlen sich selbst „wohler in ihrer Haut“. Modische Kleidung kann diese Wirkung verstärken. „Diese sollte nicht weit und sackartig sein, aber auch nicht so eng, dass sich ungewollt Speckröllchen bilden“, sagt Bischoff. „Ideal ist es, figurbetonte Kleidung in der passenden Kleidergröße zu wählen.“ Auf Plusfashion.de gibt es eine schöne Übersicht eleganter Mode in Übergrößen.

Zufriedenheit mit sich selbst kann auch zu einem ausgeglichenen Ernährungsverhalten beitragen. „Der Druck, abnehmen zu müssen und ständige Einschränkungen durch Diäten erhöhen das Risiko für eine Essstörung erheblich“, sagt Bischoff. Das ist bei Frauen, die mit ihrem Gewicht zufrieden sind, deutlich weniger der Fall. Allerdings sollten auch sie auf eine ausgewogene Ernährung mit genügend Kohlehydraten, Proteinen und Gemüse achten. „Wichtig ist auch, Struktur in die Ernährung zu bringen, also auf geregelte Mahlzeiten zu achten und nicht unkontrolliert zwischendurch zu essen“, so Bischoff.

Hellhörig werden sollten vollschlanke Frauen, wenn ihr Gewicht 10 bis 15 Kilo über dem Normalgewicht oder über einem BMI von 30 liegt. Denn dann steigt die Gefahr gesundheitlicher Probleme wie Diabetes, Bluthochdruck und erhöhten Blutfettwerten deutlich an.

Aber auch Gewichtsveränderungen können ein Signal dafür sein, das bisherige Essverhalten zu überdenken. „Wenn die Hose auf einmal kneift, sollte ‚frau‘ überlegen, woran es liegen könnte – und daran etwas verändern“, sagt Bischoff. So kann viel Stress im Job dazu führen, sich ungesünder zu ernähren und nach der Arbeit nur noch wenig zu bewegen.

Hier können oft schon ein Ernährungsprotokoll oder eine einstündige Ernährungsberatung helfen, das bisherige Ernährungsverhalten zu überdenken, so Bischoff. „Oft läuft es dann gleich wieder besser.“

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