Schutz vor Gebärmutterhalskrebs durch HPV-Impfung

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  • Artikel: 25.11.2010
Die Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV) ist nur bis zum 18. Lebensjahr ...

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Eine Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV) schützt vor den beiden häufigsten Erregern des Gebärmutterhalskrebses, dem HPV 16 und dem HPV 18. Viele gesetzliche Kassen übernehmen die Kosten für die Impfung für Mädchen.

mp München - Eine Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV) schützt vor den beiden häufigsten Erregern des Gebärmutterhalskrebses, dem HPV 16 und dem HPV 18. Diese beiden Viren sind für rund 70 Prozent aller Gebärmutterhalstumoren verantwortlich. Die meisten gesetzlichen Krankenkassen erstatten Mädchen und jungen Frauen die Kosten für die HPV-Impfung vom zwölften bis zum 17. Lebensjahr. "Vorzugsweise sollte die Impfung vor dem ersten Geschlechtsverkehr stattfinden, dann hat sie den größten Nutzen", erläutert Dr. Michael Wojcinski, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft "Impfen" des Berufsverbandes der Frauenärzte. Schließlich werden die HP-Viren nur beim Geschlechtsverkehr übertragen und schon beim ersten Mal besteht eine Ansteckungsgefahr.

Jedes Jahr erkranken in Deutschland mehr als 6 000 Frauen an Gebärmutterhalskrebs, 1 700 sterben jährlich daran. Wesentlich häufiger treten allerdings Krebsvorstufen am Gebärmutterhals auf, vor denen eine Impfung ebenso schützt. Diese Krebsvorstufen machen jährlich rund 140 000 operative Eingriffe erforderlich, bei denen der Arzt ein Stück des Gebärmutterhalses entnimmt (Konisation). "Diese Operationen können unter anderem das Risiko für Früh- und Fehlgeburten erhöhen", erklärt Wojcinski. Das Durchschnittsalter der Frauen mit einer Krebsvorstufe am Gebärmutterhals ist 35 Jahre.

Für Frauen, die bereits 18 Jahre oder älter sind, ist die HPV-Impfung ebenfalls noch sinnvoll. Denn mit jedem sexuellen Kontakt steigt die Wahrscheinlichkeit, sich mit den Erregern zu infizieren. Die Impfung wird inzwischen weltweit als sicher und verträglich eingestuft. Einzelne Krankenkassen übernehmen die Impfkosten von rund 480 Euro für drei Einzeldosen auch für Frauen von 18 bis 26 Jahren. Im Zweifel sollten Versicherte bei ihrer Krankenkasse nachfragen. mp/ka

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