Schreibabys: Was tun?

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  • Artikel: 21.07.2010
Schreibabys sind anstrengend. Oft brauchen die Eltern Hilfe.

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Schreiende Babys, die ihre Eltern bis an den Rand der Verzweiflung treiben, gibt es häufiger als man denkt. Da hilft nur ein ganz regelmäßiger Tagesablauf und sehr viel Ruhe.

mp Höxter - Schreiende Babys, die ihre Eltern bis an den Rand der Verzweiflung treiben, gibt es häufiger als man denkt. Die Wissenschaft geht bei Schreibabys inzwischen davon aus, dass sie von der bunten Welt schlicht überfordert sind und nicht damit umgehend können. Da hilft nur ein ganz regelmäßiger Tagesablauf und sehr viel Ruhe.

Bei einem Neugeborenen dreht sich die ersten Monate alles ums Schlafen. Und besonders unruhige Babys müssen lernen, sich alle ein bis zwei Stunden selbst zu beruhigen und in den Schlaf zu finden. Dabei können Eltern ihrem Nachwuchs beispielsweise mit dem immer gleichen Schlaflied und der richtigen Schlafumgebung helfen. Babys, die zu übermäßigem Schreien neigen, können auch in ein Wickeltuch gepackt werden, so dass die Arme am Körper anliegen. Auf diese Weise fühlen sie sich geborgen und beschützt wie in Mamas Bauch und kommen wesentlich schneller zur Ruhe.

Babys lieben es, geschaukelt zu werden. Denn neun Monate lang lag das Baby im engen Bauch seiner Mutter und wurde von ihr herumgetragen und geschaukelt. Deshalb lieben Neugeborene diese Bewegung. Ist ein Baby sehr unruhig und schreit, kann gleichmäßiges Schaukeln helfen, um es wieder zu beruhigen. Dabei sollte man beachten: Je aufgebrachter das Kleine ist, desto intensiver und fester sollte es geschaukelt werden, damit sich die Bewegung auf das Baby übertragen kann. Auch kann man sich mit dem Baby in einen Schaukelstuhl setzen oder mit ihm tanzen, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Ein echtes Schreikind ist anstrengend und nicht nur das Baby braucht Hilfe, auch die Eltern. Deshalb sind sich ganz bewusst Pausen zu gönnen, indem man das Kind immer wieder einmal guten Freunden oder Verwandten gibt. So kann man selbst regenerieren und Kräfte sammeln. Spürt man Aggressionen in sich aufsteigen, und es ist keine Hilfe in der Nähe, dann ist es das Beste, den Raum kurz zu verlassen, durchzuatmen und danach wieder besonnen das Baby zu beruhigen.

Ist ein Kind nicht zu beruhigen und schreit es immer wieder, dann sollte auf jeden Fall ein Profi einbezogen werden. Der erste Gang ist der zum Kinderarzt, um alle organischen Ursachen für das Schreien wie zum Beispiel das KISS-Syndrom oder auch Allergien abklären zu lassen. Der nächste Weg führt dann in eine Schreiambulanz. Hier werden gemeinsam mit den Eltern Methoden entwickelt, wie die Signale des Babys am besten verstanden werden können und es durch Massagen oder spezielle Atemtechniken beruhigt werden kann. Zusätzlich wird auch auf die psychische Situation der Eltern eingegangen, um diese zu entlasten und für den Alltag wieder zu stärken. Schreikinder gab es schon immer, doch dabei handelt es sich lediglich um eine zeitlich begrenzte Lebensphase, die vorübergeht. Aus den meisten Schreibabys werden ganz normale, aufgeweckte und problemlose Kleinkinder. mp/niza

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