Schlaganfallvorbeugung durch Gefäßstütze

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  • Artikel: 30.06.2010

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Mit einer Gefäßstütze in der Halsschlagader kann einem Schlaganfall wirkungsvoll vorgebeugt werden. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Neuroradiologie jetzt unter Berufung auf eine US-amerikanische Studie hin.

mp Berlin - Mit einer Gefäßstütze in der Halsschlagader kann einem Schlaganfall wirkungsvoll vorgebeugt werden. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Neuroradiologie (DGNR) jetzt unter Berufung auf eine US-amerikanische Studie hin. Ist das wichtige Blutgefäß im Halsbereich durch Ablagerungen stark verengt, können Ärzte es mit einem Katheter dehnen und dann eine Stütze (Stent) einsetzen. Diese bleibt im Körper und hält das Gefäß weit. Gemäß den Experten stellt diese Methode eine Alternative zur bisher gängigen Operation dar. Bei dieser werden die kalkhaltigen Ablagerungen aus dem verengten Gefäß geschält.

Wichtig ist jedoch, dass sich beim Einsetzen eines Stents keine Teile der Ablagerung lösen. Geschieht dies, können die Fragmente mit dem Blut ins Gehirn gelangen und dort einen Schlaganfall verursachen. Der Eingriff löst dann das gesundheitliche Problem aus, vor dem er den Patienten bewahren sollte. Ärzte sollten deshalb über entsprechende Operationserfahrung verfügen, wenn sie einen Stent in die Halsschlagader einsetzen. Im Rahmen der US-Studie, über die im Fachmagazin "New England Journal of Medicine" berichtet wird, haben nur versierte Mediziner die Eingriffe an den Patienten durchgeführt.

"In den Händen eines erfahrenen Arztes ist die Katheterbehandlung heute eine sichere Alternative zur Operation dieser für die Gehirndurchblutung sehr wichtigen Arterie", schlussfolgert auch der Präsident der DGNR, Professor Rüdiger von Kummer. Ob das Einsetzen einer Gefäßstütze bei einem Patienten sinnvoll ist, muss allerdings im Einzelfall geprüft werden. Nicht für jeden Betroffenen ist die Stent-Methode die optimale Behandlung. mp/sm

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