Schieflage beim Schlafen lässt auf Demenz schließen

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  • Artikel: 03.03.2010

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Wissenschaftler der Universität Leipzig und Würzburg machten eine skurrile Entdeckung: Je schiefer sich ein Patient in sein Bett legt, desto schwerer könnte der Grad seiner kognitiven Beeinträchtigung sein.

Für die Erhebung der Studie mit 110 Probanden wurden diese gebeten, sich aus dem Sitzen heraus in ihr Bett zu legen. Die Lage wurde dabei von einer Überkopf- Kamera festgehalten.

Um den Grad der kognitiven Störung zu ermitteln, führten die Ärzte anschließend drei etablierte neuropsychologische Testverfahren mit den Patienten durch. Darüber hinaus haben sich die Versuchsteilnehmer einer Reihe von Tests unterzogen, die Rückschlüsse auf die "geistige Fitness" erlaubt haben. Dabei zeigte sich, dass der Grad der Schieflage und die Schwere der Beeinträchtigung miteinander in enger Beziehung standen.

Je schiefer sich jemand hinlegt, desto stärker ist demnach auch seine kognitive Leistungsfähigkeit gestört. Die Fähigkeit, den eigenen Körper in einem äußeren gegebenen Rahmen zu positionieren, ist offenbar auch schon in Vorstadien einer Demenz eingeschränkt.

Für Ärzte könnte dies in Zukunft im Rahmen von Hausbesuchen eine Möglichkeit zur Früherkennung von beginnenden Demenzerkrankungen bieten. Laut den Wissenschaftlern sind Abweichungen von der Längsachse des Bettes um sieben Grad mit dem bloßen Auge problemlos als deutlich schief zu erkennen. Somit soll eine Einschätzung von Schräglagen leicht möglich sein.

Mit Hilfe der Entdeckung können neue diagnostische Überlegungen gezielter und Behandlungsmöglichkeiten früher eingeleitet werden. (Sarmina Hoffmann/ gk)

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