Ratgeber: Gesund im Mund

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  • Artikel: 30.06.2010
Mindestens zweimal am Tag für jeweils mindestens drei Minuten Zähne putzen.

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Für gesunde Zähne bis ins hohe Alter ist eine konsequente Mundhygiene unerlässlich. Dazu zählt das richtige Zähneputzen sowie die Wahl einer geeigneten Zahnbürste und der richtigen Pflegeprodukte wie Zahnpasta und Zahnseide.

mp Berlin - Für gesunde Zähne bis ins hohe Alter ist eine konsequente Mundhygiene unerlässlich. Dazu zählt das richtige Zähneputzen sowie die Wahl einer geeigneten Zahnbürste und der richtigen Pflegeprodukte wie Zahnpasta und Zahnseide.

Gute Zahnpflege fängt bereits im Säuglingsalter an. Zeigen sich die ersten Milchzähne, sollte der Schnuller immer seltener eingesetzt werden und nach dem ersten Geburtstag möglichst ganz verschwinden. Das beugt Gebissschäden und Kieferfehlstellungen vor. Zur Pflege der Zähnchen sind kleine Bürsten geeignet. In Drogerien sind sie in unterschiedlichen Größen entsprechend dem Alter erhältlich. Die Kinderzahnpasta sollte neutral oder leicht minzig schmecken. Selbst im Vorschulalter sind Kinder mit einer sorgfältigen Mundpflege und dem richtigen Putzen der Beißerchen noch überfordert und daher stark auf die Unterstützung der Eltern angewiesen.

Bei der täglichen Mundhygiene gelten sowohl für Kinder als auch für Erwachsene folgende Regeln: Die Zähne sind wenigstens zweimal am Tag zu reinigen und das für jeweils mindestens drei Minuten. Kleine kreisende Bewegungen lösen den Belag gut, nicht waagerecht schrubben. Anschließend ist vom Zahnfleisch weg in Richtung Kauflächen zu bürsten. Das Putzen sollte nach einem festen Schema erfolgen, zum Beispiel erst die Kauflächen, dann die Außen- und die Innenflächen. Zu langes "Schrubben" ist jedoch ungünstig, da der Zahnschmelz zu stark abgeschmirgelt wird. Die Bürste beziehungsweise der Bürstenkopf der elektrischen Zahnbürste ist spätestens alle drei Monate zu wechseln. Zahnseide ist ein unverzichtbares Hilfsmittel, da nur sie in die engen Zwischenräume gelangt. Alternativ kann ein kleines Bürstchen, auch Interdentalbürste genannt, verwendet werden. Ebenfalls unerlässlich sind regelmäßige zahnärztliche Vorsorgeuntersuchungen.

Auch im höheren Alter, bei körperlichen Einschränkungen, Behinderungen und Pflegebedürftigkeit darf die Mundhygiene nicht vernachlässigt werden. Daher setzen sich unter anderem die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KBZV) für die Betroffenen ein. Sind sie zur täglichen Mundhygiene nicht ausreichend in der Lage, sollen sie zukünftig Anspruch auf besondere präventive zahnmedizinische Leistungen ihrer Krankenkasse haben. Da viele Patienten aufgrund ihrer geistigen oder körperlichen Einschränkungen nicht zum Zahnarzt gehen können, sollen zudem Hausbesuche des Zahnarztes gefördert werden. "Gerade im Pflegebereich treffen wir auf spezifische, altersbedingte Krankheitsbilder. Parodontalerkrankungen, Karies an freiliegenden Zahnwurzeln oder Probleme, die aus allgemeinmedizinischen Erkrankungen sowie einem verringerten Speichelfluss resultieren, sind sehr häufig. Sie machen eine kontinuierliche Betreuung unerlässlich", erläutert Professor Andreas Schulte von der Poliklinik für Zahnerhaltung in Heidelberg. Mit dem Konzept "Mundgesund trotz Handicap und hohem Alter" wollen die KBZV und BZÄK gemeinsam darauf aufmerksam machen. mp/al

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