Nanosilber nicht in verbrauchernahen Produkten verwenden

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  • Artikel: 11.06.2010

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In Lebensmitteln, Textilien und Kosmetika sollten keine Nano-Silberpartikel verwendet werden. Diese Ansicht vertritt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und warnt vor möglichen negativen Auswirkungen der Nanoteilchen auf die Gesundheit.

mp Berlin - In Lebensmitteln, Textilien und Kosmetika sollten keine Nano-Silberpartikel verwendet werden. Diese Ansicht vertritt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und warnt vor möglichen negativen Auswirkungen der Nanoteilchen auf die Gesundheit.

Silberionen haben die Eigenschaft, Krankheitserreger abzutöten. Davon machen verschiedene Hersteller sogenannter verbrauchernaher Produkte bereits seit einiger Zeit Gebrauch. Hierunter sind unter anderem Waren zu verstehen, die direkten Kontakt mit dem Körper oder mit Nahrungsmitteln haben. Inzwischen kommen mit den Silber-Nanopartikeln sogar noch kleinere Teilchen des Metalls zum Einsatz. Allerdings ist bislang nicht abschließend geklärt, welche Auswirkungen Nanosilber auf den menschlichen Körper hat. "Solange wir mögliche gesundheitliche Risiken nicht sicher ausschließen können, empfehlen wir Herstellern, auf Nanosilber in verbrauchernahen Produkten zu verzichten", sagt BfR-Präsident Professor Andreas Hensel.

Zu finden sind Silber-Nanopartikel beispielsweise in Beschichtungen von Kühlschrankoberflächen. Hierdurch soll das Wachstum von Keimen in den Kühlgeräten unterdrückt werden. Auch Sportsocken werden mit Nanosilber hergestellt, weil diese die Geruchsbildung hemmen können. mp/sm

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