Mit Maßband dem Diabetes auf die Spur kommen

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  • Artikel: 30.03.2010

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Durch das Ermitteln des Bauchumfangs mit einem einfachen Maßband lässt sich ein mögliches Diabetesrisiko erkennen. Steuern Gefährdete mit einer Umstellung des Lebensstils gegen, lässt sich der Ausbruch der Krankheit oft verhindern.

mp Kiel/Hamburg - Durch das Ermitteln des Bauchumfangs mit einem einfachen Maßband lässt sich ein mögliches Diabetesrisiko erkennen. Steuern Gefährdete mit einer Umstellung des Lebensstils gegen, lässt sich der Ausbruch der Krankheit oft verhindern. Zu diesem Ergebnis kam jetzt die mehrjährige Studie "Delight" der AOK Schleswig-Holstein und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE).

"Speziell das Fett im Bauchraum ist sehr stoffwechselaktiv und produziert eine Vielzahl von gesundheitsbelastenden Substanzen", erklärt Studienleiter Professor Eberhard Windler vom UKE. Viel Bauchfett kann deshalb unter anderem zur Entstehung einer Diabeteserkrankung führen. Liegt der Bauchumfang bei Frauen bei mehr als 80 Zentimeter und bei Männern über 94 Zentimeter, ist der kritische Wert überschritten. Ermittelt wird der Bauchumfang zwischen dem unteren Rippenbogen und der Oberkante des Hüftknochens.

In der Studie mit über 300 Menschen war dies bei 240 Personen der Fall. Die Betroffenen unterzogen sich weiteren Untersuchungen, wodurch nachgewiesen wurde, dass viele von ihnen ein hohes Diabetes-Risiko aufwiesen. In acht Fällen wurde sogar ein zuvor unerkannter Diabetes entdeckt. Danach wurden die gefährdeten Personen über einen längeren Zeitraum mit speziellen Präventionsmaßnahmen betreut und regelmäßig medizinisch untersucht. "Erfreulich ist, dass keiner der Prädiabetiker (Diabetes-Vorstufe), die aktiv teilnahmen und zumindest ein Kilogramm abnahmen, im Verlauf der Studie über drei Jahre einen Diabetes entwickelt hat, darunter vier der bereits acht Zuckerkranken, die ihren Diabetes sogar verloren", erläutert Professor Windler. mp/sm

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