Kleinere Verpackungen gegen Übergewicht

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  • Artikel: 31.03.2010

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In den westlichen Industrienationen steigt die Zahl der Überwichtigen. In Großbritannien wollen Experten den Verbrauchern "FDH" verordnen, indem kleinere Lebensmittelverpackungen eingeführt werden.

mp London/England - In den westlichen Industrienationen steigt die Zahl der Überwichtigen. In Großbritannien wollen Experten den Verbrauchern "FDH" (Friss die Hälfte) verordnen, indem kleinere Lebensmittelverpackungen eingeführt werden. Laut der "BBC" hat die Food Standards Agency (FSA), eine britische Behörde zur Überwachung der Lebensmittelsicherheit, bei Herstellern von Snacks und Fastfood eine entsprechende Bitte vorgetragen. Darüber hinaus sollten zuckerhaltige Getränke demnächst nicht mehr in 330-Milliliter-Dosen angeboten werden, sondern in geringeren Mengen, wenn es nach der Behörde geht.

Snacks, Fastfood und Getränke wie Limonaden oder Cola sind für zahllose Menschen die größten Lieferanten ungesunder gesättigter Fettsäuren und einer hohen Kalorienzahl. Würden die bei den Verbrauchern besonders beliebten Produkte in kleineren Portionen angeboten, könnte dadurch möglicherweise der Konsum der Nahrungsmittel und Getränke sinken. Allerdings müsste dabei nicht nur die Industrie mitspielen. Auch die Verbraucher müssten überzeugt werden, nicht einfach mehr von den in kleineren Verpackungen angebotenen Lebensmitteln zu konsumieren, um auf die gewohnten Mengen zu kommen.

In Deutschland sind in jüngster Zeit die Verpackungsgrößen und Füllmengen einiger Lebensmittel - von den Verbrauchern weitestgehend unbemerkt - geändert worden. Meist ist für dasselbe Geld weniger in den Packungen zu finden. Verbraucherschützer kritisieren dies als versteckte Preiserhöhungen. Der von den Briten ins Auge gefasste Gesundheitsaspekt wird in Deutschland meist nicht bedacht. mp/sm

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