Größere Babys wirken dominanter auf Gleichaltrige

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  • Artikel: 28.01.2011
In einer Konfliktsituation halten schon Babys en größeren Beteiligten für sozial

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Die größere Person ist bei einem Konflikt dominanter - diese in vielen Gesellschaften und im Tierreich häufig anzutreffende Regel kennen schon Babys intuitiv. Darauf weisen nun aktuelle Studienergebnisse hin.

mp Düsseldorf - In einer Konfliktsituation halten schon Babys den größeren Beteiligten für sozial dominanter als den kleineren. Das heißt, sie setzen Größe mit Überlegenheit gleich. Herausgefunden haben dies nun internationale Forscher.

Für ihre Studie haben die Psychologen an der Harvard-Universität in den USA zwischen acht und 16 Monate alten Kindern Trickfilme vorgespielt. Dabei haben sie die Aufmerksamkeit der Kleinen gemessen, indem sie analysiert haben, wie lang die Kinder bestimmte Szenen intensiv betrachtet haben. Ist ihnen eine Konfliktsituation gezeigt worden, bei der sich die kleinere Figur gegen eine größere durchgesetzt hat, ist ihre Aufmerksamkeit aufgrund ihres Erstaunens besonders intensiv gewesen. Denn mit diesem Ausgang des Konflikts scheinen sie nicht gerechnet zu haben, weil sie offenbar bereits über ein Gespür für die Verknüpfung zwischen sozialer Stellung und Körpergröße verfügt haben. Das geht aus dem Expertenbericht im Fachmagazin "Science" hervor.

In vielen Kulturkreisen müssen Untergebene vor sozial höher gestellten Personen das Haupt senken oder sich gar hinknien. Könige oder geistige Oberhäupter sitzen meist erhöht über ihren Untertanen oder den Gläubigen. Auch im Tierreich steht die Körpergröße in vielen Fällen mit der Dominanz in einem Zusammenhang. In Konfliktsituationen versuchen die Kontrahenten oftmals, sich besonders weit aufzurichten und so größer zu wirken. mp/sm

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