Gene verraten Krebsrisiko

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  • Artikel: 12.11.2010
Ist eine Krebsrisikobestimmung bald im Labor möglich? Wissenschaftler haben ...

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Unsere Gene legen nicht nur Augen- und Haarfarbe fest, sondern sie nehmen auch Einfluss auf die molekularen Veränderungen in wachsenden Krebszellen. Das haben Forscher der Ohio State University in den USA jetzt herausgefunden.

mp San Francisco/USA - Unsere Gene legen nicht nur Augen- und Haarfarbe fest, sondern sie nehmen auch Einfluss auf die molekularen Veränderungen in wachsenden Krebszellen. Das haben Forscher der Ohio State University in den USA jetzt herausgefunden.

In seiner Studie verglich das Wissenschaftlerteam 222 Proben einer speziellen Hautkrebsart, dem Plattenepithelkarzinom, von 135 Patienten miteinander. Das Ergebnis: Die Veränderungen in den Hautkrebszellen waren statistisch sehr ähnlich, wenn es sich um Krebszellen aus verschiedenen Tumoren desselben Patienten handelte. In einigen Fällen kam eine bestimmte Art von Genveränderung vorzugsweise in Tumorzellen derselben Person vor. Wenn die Hautkrebszellen von verschiedenen Patienten stammten, unterschieden sie sich allerdings in ihren molekularen Veränderungen statistisch deutlich.

"Unsere Daten zeigen", resümierte Amanda Toland, Studienleiterin und Spezialistin für Krebsgenetik, "dass die normale genetische Ausstattung eines Menschen die molekularen Veränderungen in Krebszellen während der Krebsentstehung stark beeinflusst." Die Forscher hoffen in Zukunft damit ein weiteres Instrument zur Krebsrisikoabschätzung zur Verfügung zu haben. Über bestimmte genetische Variationen von gesunden Menschen könnten sie dann möglicherweise auf das individuelle Krebsrisiko schließen. Veröffentlicht worden sind die Forschungsergebnisse nun in der Zeitschrift "PLoS Genetics". mp/ka

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