Ernährung: Abführmittel oft unnötig

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  • Artikel: 08.10.2010
Frisches Obst macht die Einnahme von Abführmitteln oft überflüssig.

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Um ihre Verdauung in Schwung zu bringen, setzen viele Menschen in Deutschland auf Abführmittel. Jährlich geben die Bundesbürger viele Millionen Euro dafür aus. Doch viel sinnvoller ist es, einer Verstopfung durch die richtige Ernährung zu begegnen.

mp Wettenberg - Verstopfungen sind ein weit verbreitetes Leiden in Deutschland. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Um ihre Verdauung in Schwung zu bringen, setzen viele Menschen auf Abführmittel. Jährlich geben die Bundesbürger viele Millionen Euro für entsprechende, oft frei verkäufliche Mittel aus. Experten sehen dies kritisch: "Statt zu teuren Abführmitteln zu greifen, ist es langfristig erfolgversprechender, mit der richtigen Ernährung vorzubeugen", rät Stefan Weigt vom Verband für Unabhängige Gesundheitsberatung e. V. (UGB). Nur 20 Prozent der Betroffenen seien wirklich dauerhaft auf diese Medikamente angewiesen. "Wenn der Arzt eine Grunderkrankung als Ursache der Verstopfung ausgeschlossen hat, ist die richtige Auswahl der Lebensmittel die sinnvollere Alternative, um einen trägen Darm wieder in Schwung zu bekommen."

Wichtig ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Zudem hilft der Verzehr wasserlöslicher Ballaststoffe aus Gemüse und Obst. Isolierte Ballaststoffpräparate wie Hafer- oder Weizenkleie sind gemäß den UGB-Experten dagegen ungeeignet. Sie enthalten wasserunlösliche Ballaststoffe, die die Beschwerden unter Umständen sogar verschlimmern können. Darüber hinaus fehlten den Kleieprodukten wertvolle Begleitstoffe wie Vitamine, Mineralien und sekundäre Pflanzenstoffe, die frisches Gemüse und Obst natürlicherweise enthalten, berichtet nun die Fachzeitschrift "UGB-FORUM". mp/sm

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