Einzelne Impfungen auch bei Rheumatikern möglich

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  • Artikel: 11.05.2010
Rheumatikern werden beispielsweise Schutzimpfungen gegen Grippe und Pneumokokken

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Häufig wird angenommen, dass Impfungen bei Rheumatikern kaum Wirkung hätten oder Erkrankungsschübe auslösen. Doch nun stellte man fest, dass Impfungen erfolgreich durchgeführt werden: sogar bei denjenigen, die immunhemmende Arzneien einnehmen.

mp Bad Aibling - Häufig wird angenommen, dass Impfungen bei Rheumatikern zu wenig Wirkung hätten oder Erkrankungsschübe auslösen. Doch nun stellte man fest, dass Impfungen bei Patienten erfolgreich durchgeführt werden können: sogar bei denjenigen, die immunhemmende Arzneien einnehmen müssen (Immunsuppressiva).

Zum Beispiel werden Rheumatikern Schutzimpfungen gegen Grippe nahegelegt. "Dringend empfohlen werden Rheumatikern von der Ständigen Impfkommission (Stiko) und Rheumatologen die Schutzimpfungen gegen Grippe und Pneumokokken, neben der Kombinationsimpfung gegen Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten und der Zeckenimpfung in regionalen Risikogebieten", erläutert Professor Klaus Krüger vom Berufsverband Deutscher Rheumatologen (BDRh). Die Impfantwort verlaufe bei diesen Impfungen nachweislich gut.

Daher gehöre beispielsweise der Schutz gegen Pneumokokken neuerdings zum empfohlenen Standard-Impfprogramm für Rheumatiker und werde laut Krüger von den Krankenkassen bezahlt. Rheumatische Erkrankungsschübe im Zusammenhang mit Impfungen würden sich auf Einzelfälle beschränken. Betroffene sollten sich am besten bei ihrem Arzt über ihre Impfmöglichkeiten informieren. mp/al

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