Depressions-Gen entdeckt

Mehr zu den Themen Gene, Depressionen, Psyche
  • Autor: 
  • Artikel: 19.10.2010
Ein spezielles Gen ist laut US-Forschern an der Entstehung von Depressionen ...

Anzeigen

Eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Depressionen spielt offenbar ein bestimmtes Gen namens "MKP-1". Experten von der Yale University in den USA haben dies nun in einer Studie nachgewiesen und hoffen auf neue Therapieansätze.

mp Düsseldorf - Eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Depressionen spielt offenbar ein bestimmtes Gen namens "MKP-1". Experten von der Yale University in den USA haben dies nun in einer Studie nachgewiesen und hoffen auf neue Therapieansätze.

Das Gen ist laut den Experten bei Menschen mit Depressionen in einer höheren Konzentration im Hirngewebe enthalten als bei Personen, die nicht an dieser Erkrankung leiden. MKP-1 könnte dafür verantwortlich sein, dass körpereigene biochemische Prozesse im Denkorgan in veränderter Weise ablaufen: Ist das empfindliche Gleichgewicht der Signalstoffe im menschlichen Organismus gestört, ergeben sich daraus oft Auswirkungen auf die Psyche. Dabei ist es individuell verschieden, wie sich die Störungen zeigen. Das wiederum würde die Vielgestaltigkeit der Depressionen erklären, denn es existiert eine große Palette möglicher Symptome dieser Erkrankung.

Bei vielen Menschen wirken gängige Medikamente zur Behandlung von Depressionen, sogenannte Antidepressiva, nicht richtig oder gar nicht. Für sie könnte in Zukunft Hoffnung bestehen, falls sich Behandlungsmethoden entwickeln lassen, die den negativen Einfluss des Gens MKP-1 aufheben. Über ihre Ergebnisse berichten die Wissenschaftler jetzt im Fachmagazin "Nature Medicine". mp/sm

Weiterführende Informationen

Gesundheitsfragen zum Thema

Stellen Sie hier Ihre individuelle Gesundheitsfrage