Blutuntersuchung verrät Diabetesrisiko

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  • Artikel: 22.03.2011
Diabetesrisiko durch Blutuntersuchung bestimmen

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Bestimmte Blutwerte erlauben offenbar bereits vor der Entstehung eines Diabetes eine Einschätzung des Erkrankungsrisikos. Das geht aus einer langjährigen US-Studie hervor.

mp Düsseldorf - Mit einer Blutuntersuchung könnte zukünftig das individuelle Diabetesrisiko bestimmt werden. Den Grundstein für solche Analysen haben jetzt US-Forscher mit einer Studie gelegt, die bestimmte Risikoanzeiger aufgedeckt hat.

Bei Menschen, die einen Diabetes entwickeln, laufen Stoffwechselprozesse bereits im Vorfeld der Erkrankung anders ab als bei gesunden Personen. Diese Tatsache führt dazu, dass sich im Blut der späteren Diabetespatienten fünf sogenannte Aminosäuren in einer geänderten Konzentration nachweisen lassen. Wie die Experten nun im Fachmagazin "Nature Medicine" berichten, gilt dies für die Substanzen namens Isoleucin, Leucin, Phenylalanin, Tyrosin und Valin.

Herausgefunden haben die Wissenschaftler dies im Rahmen einer zwölfjährigen Studie an über 2 400 Teilnehmern. Zu Beginn sind Blutproben dieser Menschen analysiert worden, um Vergleichswerte für spätere Messungen zu erlangen. Bei den circa 200 Probanden, die während des Versuchszeitraums einen Diabetes entwickelt haben, sind die Werte der fünf Aminosäuren im Blut aufgefallen. Weitere Studien sollen nun klären, wie sich diese Substanzen bei der Risikoeinschätzung gezielt nutzen lassen können, um gefährdete Menschen frühzeitig zu behandeln. So könnte sich künftig möglicherweise die Entstehung eines Diabetes verzögern oder gar verhindern lassen.   mp/sm

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