Betreute Babys entwickeln sich positiv

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  • Artikel: 04.06.2010
Betreute Babys entwickeln sich besser

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Werden Babys aus sozial schwachen Familien gut betreut, entwickeln sie sich im Vergleich zu anderen Gleichaltrigen viel positiver. Das Projekt "Pro Kind" richtet sich an Schwangere, die arbeitslos sind und sich in einer schwierigen Lebenslage befinden.

mp Köln - Werden Babys aus sozial schwachen Familien gut betreut, entwickeln sie sich im Vergleich zu anderen Gleichaltrigen viel positiver. Das Projekt "Pro Kind" richtet sich vor allem an Schwangere, die arbeitslos sind und sich in einer schwierigen Lebenslage befinden. Die Frauen sind beispielsweise minderjährig, haben die Schule abgebrochen, wurden als Kinder missbraucht oder sind alkoholkrank. Hebammen oder Sozialpädagoginnen besuchen laut dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte die Frauen mehrmals im Monat und helfen ihnen zum Beispiel beim Wickeln, spielen mit dem Kind oder gehen mit in die Krabbelgruppe. Die Betreuung endet, wenn das Kind zwei Jahre alt wird.

Positive Effekte auf die kognitive Entwicklung der Kinder konnten jetzt nachgewiesen werden, erläutert Professor Tanja Jungmann, wissenschaftliche Betreuerin des Projekts "Pro Kind". Bei den Müttern hingegen stellte man verglichen mit anderen Frauen keine Verbesserung fest. Das wird unter anderem darauf zurückgeführt, dass sich das Projekt noch in einem frühen Stadium befindet. So zeigen Studien aus anderen Ländern, dass die positiven Wirkungen häufig erst Jahre später auftreten. mp/al

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