Zahnbelag verhindern: Neuer Ansatz entdeckt

07.12.2010 - 15:51 Uhr

Noch ist das regelmäßige Zähneputzen der beste Schutz vor Zahnbelag...

Zum Anheften an den Zahnschmelz benötigen Plaquebakterien eine spezielle Substanz. Würde diese ausgeschaltet, könnten sich keine Zahnbeläge mehr bilden, hoffen Forscher.

mp Düsseldorf - Im Mund heften sich sogenannte Plaquebakterien an den Zahnschmelz, dadurch entsteht dann Zahnbelag. Niederländische Forscher haben nun geklärt, wie die Bakterien dieses Anhaften bewerkstelligen. Damit ist jetzt auch ein möglicher Ansatzpunkt gefunden, um die Entstehung der gesundheitsschädlichen Beläge und damit Karies zukünftig zu verhindern.

Beim Andocken an den Zahnschmelz setzen die Bakterien auf eine bestimmte Substanz. Würde diese ausgeschaltet, könnten die Plaquebakterien sich nicht mehr auf den Zähnen breit machen. Noch müssen die Forscher jedoch eine Hürde meistern: Ein Teil der Substanz, die die Bakterien benötigen, ist chemisch genauso zusammengesetzt wie ein Verdauungsenzym des menschlichen Speichels. Dieses Enzym ist wichtig bei der Zersetzung von Stärke. Würde der Hilfsstoff der Plaquebakterien ausgeschaltet, wäre gleichzeitig die Stärkezersetzung blockiert. Deshalb wollen die Wissenschaftler nach einem Weg suchen, nur die für die Bakterien bedeutende Substanz zu hemmen. Über ihre Forschungsergebnisse berichten die Experten im Fachmagazin "PNAS". mp/sm

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