Studie: Bei schweren Depressionen hilft Magnetfeldtherapie

21.10.2010 - 16:10 Uhr

Zur Therapie von schweren Depressionen scheint der Einsatz starker Magnetfelder geeignet zu sein. Das zeigt eine kleine Studie der Universität Bonn, bei der zehn Patienten mit der sogenannten Magnetkrampftherapie (MKT) behandelt wurden.

mp Bonn - Zur Therapie von schweren Depressionen scheint der Einsatz starker Magnetfelder geeignet zu sein. Das zeigt eine kleine Studie der Universität Bonn, bei der zehn Patienten mit der sogenannten Magnetkrampftherapie (MKT) behandelt wurden. Bei sechs von ihnen soll sich der Zustand daraufhin deutlich gebessert haben, schwerwiegende Nebenwirkungen seien ausgeblieben.

"Angesichts der kleinen Patientenzahl ist dieses Ergebnis aber noch mit Vorsicht zu betrachten. Wir müssen jetzt unbedingt weitere Patienten behandeln, um unsere Ergebnisse zu bestätigen", erklärte Professor Thomas E. Schläpfer von der Bonner Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie. Dennoch könnte für Menschen, die an Depressionen leiden und auf Medikamenten und Psychotherapien nicht ansprechen, die MKT als Alternative zum Einsatz kommen.

Bei einer Magnetkrampftherapie bringen Mediziner am Kopf des narkotisierten Patienten zwei Spulen an. Diese erzeugen 100 Mal pro Sekunde ein starkes Magnetfeld und lösen dadurch im Gehirn einen Krampfanfall aus. mp/kosi

Themen Depressionen, Magnetfeld

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