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Die Studie wurde in zwei Versuchsabläufe gegliedert. Im ersten Durchgang der Lernphase mussten die studentischen Versuchsteilnehmer hungrig antreten. Eine Hälfte von ihnen wurde unter Stress gesetzt, die andere nicht. Auf einem Bildschirm bekamen sie verschiedene Formpaare präsentiert.
Je nachdem, welche Formen die Probanden anwählten, erhielten sie über einen Schlauch unterschiedliche Getränke. Schnell lernten sie, bei welchem Klick sie höchstwahrscheinlich mit sättigendem Orangensaft oder Kakao belohnt wurden und wo sie nur Pfefferminztee oder Wasser bekamen.
Für den zweiten Durchgang durften sich die Studenten vorher an Orangen oder Schokoladenpudding satt essen, was den Orangensaft und den Kakao als Belohnung entwertete. Attraktiver waren jetzt Pfefferminztee und Wasser. Entsprechend zielgerichtet verhielten sich bei der Auswahl der gezeigten Formen nun die Probanden, die in der Lernphase nicht unter Stress gestanden hatten.
Die andere Gruppe, die unter Druck gelernt hatte, griff auch jetzt auf das im ersten Durchgang erlernte Verhaltensmuster zurück und wählte die mit Orangensaft und Kakao verbundenen Figuren, obwohl sie nicht mehr hungrig war. Ihr Verhalten war also offenbar gewohnheitsbasiert und vom Wert des Verhaltensergebnisses unabhängig.
Die Zusammenfassung der Studie ist im Journal of Neuroscience veröffentlicht. (Sarmina Hoffmann/gk)
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